Back to Top

 

Obst- und Gartenbauverein 1907 e.V.

Ottweiler-Ziegelhütte

Termine 2019

10.März Jahreshauptversammlung
23.März Aktionstag Wasser 2019
30.März Baumschnittkurs vor anmeldung bei Inge Lechner Tel. (0 68 24) 70 17 48
30. April Schmücken des Maibaumes und Hexennacht
19. Mai Maiwanderung
2.-4. August Ortsteilfest
31. August Schmücken des Kirmesstrauß
2. September Kirmesmontag in der Scheune
September Ladwerge kochen
Sept./Okt. Kelterbetrieb
30. - 1. Nov./Dez. Teilnahme beim Weihnachtsmarkt in Ottweiler
Dezember Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt

SZ Ausgabe 07.07.2018 | Regional Neunkirchen

Neues gewagt und die Tradition erhalten

Das Ziegelhütter Ortsteilfest gehört zu den gemütlichsten Festlichkeiten in Ottweiler. Unser Bild zeigt die Damen vom Seniorinnentreff, die sich bei kühlen Getränken bestens amüsieren. FOTO: Andreas Engel / 

Ottweiler. Das Ziegelhütter Ortsteilfest der Obst- und Gartenbauer bot Musik, Markt und natürlich „Zichelhidder Spießbrode mit Grombeersalat“. Von Birgit Wobido

Bereits zum 29. Mal hatte am Wochenende der Obst- und Gartenbauverein Ottweiler-Ziegelhütte zum Ortsteilfest eingeladen. Motto: „Traditionelles erhalten, Neues wagen“. Los ging es am Freitag ab 20 Uhr mit der Band The Crowz, die mit Musik aus den 70er, 80er und 90er Jahren für Stimmung sorgte. Am Samstag war die offizielle Festeröffnung mit Einmarsch und traditionellem Fassbieranstich - das übernahm Bürgermeister Holger Schäfer.

 Und am Abend spielte die Liveband Eight Hands und sorgte für beste Unterhaltung der zirka 800 Gäste. „Mehr als 100 Helfer waren die ganze Woche im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass es ein gelungenes Fest wird“, so Jürgen Biehl, der seit 2009 erster Vorsitzender des Obst-und Gartenbauvereins ist. Im letzten Jahr fand bereits ein „Probelauf“ für einen Markt statt. In diesem Jahr hatte der Verein das Glück, dass ihm das Gelände hinter der Scheune zur Verfügung gestellt wurde und nach umfänglichen Rodungsarbeiten ist hier ein schöner Platz für eine noch größere Anzahl von Ausstellern entstanden. Diese präsentierten sich am Sonntag ab 11 Uhr.

Bei einem Rundgang mit Jürgen Biehl und Klaus Nehren, der für die Organisation des Marktes zuständig ist, wurde dann auch schnell deutlich, mit wie viel Sorgfalt die Aussteller ausgesucht wurden. „Es soll alles zu unserem Fest passen“, sagt Klaus Nehren. Und so findet man neben Ständen mit Korbflechtwerk, Drechslerarbeiten, Holzarbeiten, Gartenkeramik und Gartenkräutern, auch einen Stand des Nabu Ottweiler, der Einblicke in seine Naturschutzarbeit gab und für die Kinder Rohlinge für einen Nistkastenbau vorbereitet hatte. 

Ebenfalls vorwiegend für die kleinen Marktbesucher zeigte die Vereinigung der Jäger des Saarlandes mit ihrem Lernort-Natur-Mobil zahlreiche Präparate und Felle von heimische Wildtieren und Vögeln. Auch das Tierheim Niederlinxweiler war mit einem kleinen Stand vertreten. Spektakulär die Vorführung der „Schnippler“, denen man – mit Ohrstöpseln versorgt – bei ihrer faszinierenden Kettensägekunst zusehen konnte.

„Leider haben uns wegen der Hitze einige Standbetreiber abgesagt“, bedauerte Klaus Nehren. Aber diejenigen, die sich nicht von den hochsommerlichen Temperaturen abschrecken ließen, waren engagiert bei der Sache, wie auch Vereinsmitglied Thorsten Schmidt, der als Imker seinen Honig aus der Region anbot.

Für das leibliche Wohl an den Festtagen war wieder bestens gesorgt und so durfte natürlich der „Zichelhidder Spießbrode mit Grombeersalat“ auch in diesem Jahr nicht fehlen. Nach der Tanzdarbietung vom Karnevalverein „So war noch nix“ am Sonntagnachmittag, bildete der Musiker Volker Hassler, der „Zwölfsaiter“, den Abschluss der gelungenen dreitägigen Veranstaltung für Jung und Alt.

Nach dem Fest gibt es eine kleine Verschnaufpause für den Obst- und Gartenbauverein, ehe dann voraussichtlich in der ersten Oktoberwoche die Keltersaison eröffnet wird.

 

SZ Ausgabe 10.10.18 | Die Saftmacher von der Ziegelhütte

Eigener Saft aus eigenen Äpfeln ist die Maxime des Ottweiler Obst- und Gartenbauvereins.
Die Kunden können das Keltern vor Ort verfolgen.

Hier ist die Bezeichnung „Direktsaft“ so was von wörtlich zu nehmen: „Direkter“ als beim Obst- und Gartenbauverein 1907 Ottweiler-Ziegelhütte kommt man wirklich nicht zu seinem Saft. Denn die Keltermannschaft stellt sicher, dass jeder, der es möchte, ausschließlich Saft aus seinen eigenen Äpfeln oder Birnen mit nach Hause nehmen kann.
Naturtrüb, aromatisch, köstlich duftend – vor einer halben Stunde haben Susanne und Jürgen Schneider aus Lautenbach 239 Kilogramm Äpfel von einer Streuobstwiese und ihrem eigenen Grundstück an die Kelter des Vereins gebracht. Jetzt füllt Vereinsmitglied Ute Buss den frisch gepressten und pasteurisierten Saft bereits ab. Möglich ist dies durch die Maschinen, die der Obst- und Gartenbauverein Ottweiler-Ziegelhütte in seinem Kelterhaus im Werschweilerweg 6 in Schwung hält. Aber wichtiger als Pack-Presse und Co. sind die Menschen, die hier buchstäblich Hand in Hand arbeiten.
Am 17. September hat das Kelterteam des Vereins die Arbeit aufgenommen, 14 Tage früher als gewohnt. Wie das Getreide und die Trauben für den Wein ist in diesem Jahr auch das Obst früher reif. Kelterwart Dieter Lechner hat Ende August die ersten Termine in sein Kelterbuch geschrieben. Von Montag bis Samstag – nur der Mittwoch ist frei – werden die Äpfel, manchmal auch Birnen, von 8 bis 16 Uhr zu Saft gepresst. „Wir haben es immer schon so gehalten, dass unsere Kunden den Saft aus ihrem eigenen Obst mit nach Hause nehmen“, berichtet Dieter Lechner. Aufgrund des fehlenden Vorratsraums ginge das gar nicht anders, sagt er.
Gerade hat Lechner 603 Kilogramm Boskopäpfel, also rund 12 Zentner, auf der Digitalwaage im Eingangsbereich des Kelterhauses abgewogen. Die Äpfel hat ein Kunde aus dem St. Wendeler Land von einer Streuobstwiese nach Ottweiler transportiert. Wie viele andere Stammkunden, die sogar aus dem Merziger Raum anreisen, weiß er das besondere Angebot des Ottweiler Vereins sehr zu schätzen. Mit einem Kumpel hievt er die Säcke nacheinander in den Raum nebenan und leert diese ins Wasserbad. Die Äpfel werden gründlich gewaschen und mittels des Elevators hoch ins Mahlwerk gezogen. Alfred Tripple und Dieter Martin stehen schon parat, mit Gummischürze und Handschuhen vor dem spritzenden Apfelmus geschützt. Zum Kelterteam gehören auch Oliver Weidenhoff sowie die beiden Syrer Abdul und Mohammed, die erstmals in diesem Jahr beim Keltern helfen.
Die geschredderten Äpfel fallen in einen Vorlaufbehälter. Alfred Tripple und Dieter Martin spannen auf einen Rahmen ein Presstuch, dann kommt die Doppelwannen-Pack-Presse zum Einsatz, die bis zu drei Zentner Äpfel in einer Tour auspressen kann. Ein Separator klärt den Saft, befreit ihn also von störenden Schwebteilchen. Der Rohsaft, der naturtrüb bleibt und schon sehr lecker schmeckt, wird aufgefangen, in Edelstahltanks hoch gepumpt und kurz zwischengelagert. Eine elektronisch gesteuerte Anlage pasteurisiert den Saft für die Haltbarkeit bei 75 bis 80 Grad Celsius.
Noch lauwarm läuft der Saft durch eine Leitung zur elektronisch gesteuerten Abfüllanlage in einem dritten Raum der Kelter. Mit routinierten Handgriffen füllt Ute Buss den Saft in Kunststoffbehälter, streicht sanft darüber, um die Luft rauszulassen, und schreibt den Verschluss zu. Susanne Schneider stellt den Fünf-Liter-Behälter in einen Karton, faltet diesen zusammen und übergibt ihn ihrem Mann Jürgen, der die insgesamt 30 Kartons stapelt und später in den Kofferraum verfrachtet. „Bag in Box“ heißt das System, das die Glasflaschen von früher abgelöst hat. „Die Ernte war in diesem Jahr besonders gut, weil wir so viele eigene Bienen haben“, freut sich der Imker aus Lautenbach.
Stehend gelagert hält der Saft aus den eigenen Äpfeln drei Jahre lang, geöffnet im Kühlschrank etwa sechs Wochen. Aber wahrscheinlich wird der Vorrat doch vorher schon getrunken oder als hoch willkommenes Mitbringsel an Freunde verschenkt.
 

 
Im Wasserbad werden die Äpfel gründlich gewaschen und dann per Elevator zum Mahlwerk nach oben transportiert.
 
Handarbeit: Dieter Martin (links) und Alfred Tripple bedienen die Maschinen wie das Mahlwerk und die Doppelwannen-Pack-Presse.
 
In der Doppelwannenpack-Presse der Ottweiler Obst- und Gartenbauer wird das Mus aus den angelieferten Äpfeln – manchmal auch Birnen – sofort gepresst und zu Rohsaft verarbeitet.

Typische Handbewegung: Ute Buss füllt den Kunststoffbehälter mit dem fertigen Saft und streicht die Luft heraus, damit der Saft nicht verdirbt.
 
Immer wieder kommen Schulklassen oder Jugendgruppen, um sich das Keltern beim Obst- und Gartenbauverein Ottweiler-Ziegelhütte anzuschauen. Hier der Besuch der Schillerschule Wiebelskirchen.
 
Alfred Tripple mit dem Trester, den Press-Rückständen bei der Herstellung des Apfelsaftes. Dieser findet auf dem Ottweiler Wingertsweiherhof Abnehmer, er wird unter die Silage für die Kühe gemischt.

Ottweiler Zeitung KW32/18

Ziegelhütter Ortsteilfest mit der Rosenkönigin Bianca 

Ein buntes und überaus abwechslungsreiches Programm haben die Besucher des Ziegelhütter Ortsteilfestes erlebt, das sich auf die Dauer von drei Tagen erstreckte. „Das Wetter spielte mit. Der Himmel strahlte blau. Damit war eine gute Voraussetzung zum Feiern gegeben“, meinte Klaus Zellmer vom Obst und Gartenbauverein Ottweiler-Ziegelhütte. Er und weitere ehrenamtlich Akteure kooperierten im Vorfeld mit anderen Vereinen, mit Musikgruppen wie „ The Crowz“, „The Eight Hands“, dem „Akkordeonverein Rohrbach, dem KV „So war noch nix1847 Ottweiler“ und mit der Frauen-Selbshilfegruppe „Bunte Seelen“, um für gute Unterhaltung an schönen Sommertagen zu sorgen. Ja, im Hintergrund hatten alle viel zu tun. Aber die Mühe lohnte sich.

Zu den Höhepunkten der Wochenendveranstaltung gehörten mit Sicherheit der musikalische Einzug des Fanfarenzugs und die offizielle Eröffnung durch den Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer. Die Eröffnung war mit einem Fassbieranstich verbunden. Jürgen Biehl 1. Vors.: „Die wischdische Leit durften nicht fehlen.“ Mit dabei war deshalb auch Bianca Schäfer, die amtierende Rosenkönigin des Kreises, eine junge, sympathische Bürgerin der Stadt und im Übrigen „e Zischeldhidder Mäde“.

Kulinarisch hatte man sich Vieles einfallen lassen. Die Auswahl an Schlemmereien war groß. Claudia Kleber vom Kochteam: „Jo, ohne Curryworschd, Grombeerwaffele, Zischeldhidder Spießbrode, Gefillde läuft die Party nicht.“

Neu in diesem Jahr war der Landmarkt mit Allerlei. Dem einen oder anderen Marktbeschicker war es zu heiß. Er blieb wohl, auch um die Waren zu schützen, auf der Terrasse oder im Schwimmbad. Aber insgesamt lief alles wie geplant. Das Angebot der mitwirkenden Markthändler und Vereine wurde von den Festbesuchern während eines kleinen Spaziergangs über das Festgelände gut angenommen

Seite 2 von 2